Sonntag, 4. Oktober 2009

Versicherungen: Japan fiebert Megafusion entgegen

Internationalisierung als Ziel - 20 Mrd. Euro Prämienaufkommen erwartet

Japans Versicherungen positionieren sich neu (Foto: aboutpixel.de, archijack)
Tokio - Inmitten der Wirtschaftskrise formiert sich in Japan ein neuer führender Versicherungsriese, der aus einer Fusion dreier Sachversicherer schon im April kommenden Jahres hervorgehen soll. Wie Mitsui Sumitomo Insurance, Aioi Insurance und Nissay Dowa General Insurance verlautbaren ließen, soll aus der beschlossenen Fusion eine "international konkurrenzfähige Versicherungsgruppe" entstehen. Ersten Informationen nach soll sich das neue Unternehmen möglichst schnell restrukturieren und Synergieeffekte ausloten. Dabei wird Mitsui Sumitomo die kleineren Wettbewerber durch Aktientausch in seine Holding übernehmen. Der Preis für Aioi und Nissay würde, ausgehend von den Kursen, umgerechnet bei vier Mrd. Euro liegen.

Branchenkenner vermuten hinter dem baldigen Zusammenschluss die strategische Absicht, dass sich der neue Großkonzern zukünftig nicht länger ausschließlich mit dem japanischen Markt zufrieden geben wird. Trotz der offensichtlichen Internationalisierungsvorhaben ist Japan nach wie vor der viertgrößte Versicherungsmarkt der Welt. Der Rückversicherer Toa beziffert die Gesamtprämiensumme auf rund 360 Mrd. Dollar. Diese Zahlen täuschen aber darüber hinweg, dass Wachstumsschwäche und Bevölkerungsrückgang das Geschäft in Japan schon seit 20 Jahren schrumpfen lassen. Wie das Handelsblatt berichtet, besetzten zudem europäische und nicht zuletzt amerikanische Konkurrenten bereits ein Viertel des Marktes.

Deshalb streben japanische Sachversicherer vor allem Expansionen nach Europa und Amerika an, um ihren internationalen Footprint zu intensivieren. So hat bereits Tokio Marine Kiln Ltd. in Großbritannien übernommen. Auch expandierte Mitsui Sumitomo in China, Nipponkoa eröffnete in Indien Büros und Sompo Japan gab bereits im Juli dieses Jahres bekannt, sich mit Letzterer zusammenzuschließen. Die aktuelle Dreierfusion beabsichtigt, kritische Masse zu generieren, um als globaler Player auftreten zu können. Einher mit dem Zusammenschluss geht auch ein neuer Name, MS & AD Insurance Group Holdings. Einsparmöglichkeiten in nur vier Jahren beziffern die drei Branchenriesen auf 40 Mrd. Yen (rund 300 Mio. Euro).

Brancheninsider sehen gute Chancen für die Kooperation zwischen Mitsui Sumitomo, Aioi und Nissay Dowa. Schließlich erreichen sie zusammen ein Prämienaufkommen von 2.700 Mrd. Yen (20 Mrd. Euro). Der Vergleich zur deutschen Allianz zeigt die entstehende Marktkonkurrenz. Diese kommt auf rund 23 Mrd. Euro. Der japanische Zusammenschluss wird rund 27.500 Mitarbeiter beschäftigen. Zudem sind die Unternehmen trotz Wirtschaftskrise gut aufgestellt. Allein Mitsui Sumitomo erwirtschaftete 2008 einen Gewinn. Im Sommerquartal stieg der Ertrag um 37 Prozent. Trotz anfänglicher Probleme durch unterschiedliche EDV-Standards will man sowohl Qualität als auch Quantität "dramatisch und schlagartig ausbauen". Ein für japanische Unternehmen überraschender Schritt.

Montag, 20. Juli 2009

Preisvergleich im Internet

Die sensationellen Zuwächse bei den Besucherzahlen der Preisvergleichs-Plattformen im Internet unterstreichen die Wünsche der Kunden. Geizhals sein ist nach wie vor in unter den Nutzern der entsprechenden Plattformen, wenn dabei gespart werden kann.
Das Internet bietet heute die Möglichkeit, vor dem Kauf eines Produktes Preisvergleiche der verschiedenen Anbieter zu nutzen.
Eine durchaus sinnvolle Entwicklung, die aktuell aber schon durch neue web 2.0 Angebote wie z.B. Twitter ergänzt wird. Marketing und Verkauf unterschiedlichster Produkte (z.B. Dell!) wird schon über diese Micro-Blogging WEbsite durchgeführt. Beispiel Twitter/MediAt

Sonntag, 22. März 2009

Josef Fritzl verurteilt, Fragen die bleiben

Wie leben Inzest Kinder? 75 Prozent der Inzest-Fälle werden nicht aufgedeckt.

Im Gespräch mit der Rundschau am Sonntag stellt die deutsche Autorin
und Inzest-Expertin Ulrike M. Dierkes das
Reue-Bekenntnis von Josef F. infrage. Dierkes, die selbst aus einer
Inzest-Beziehung hervorgegangen ist, meint: "Diese Täter haben kein
Unrechtsbewusstsein. Aus der Entfernung habe ich nicht empfunden, dass
er Reue gezeigt hätte. Nein. Bei meinem Vater habe ich es so erlebt,
dass er ganz stolz darauf war, mit der eigenen Tochter ein Kind zu
haben." 75 Prozent aller Inzest-Kinder würden allerdings nie von ihrer
Abstammung erfahren, weil die Verbrechen nicht aufgedeckt werden, so
Dierkes zur Rundschau am Sonntag.

Dierkes stellt auch infrage, dass es keine Mitwisser im Fall Josef F.
gegeben haben soll: "Ein Täter allein kann dieses Verbrechen
eigentlich nicht begehen. Früher oder später ist er auf Mitschweigende
angewiesen."
Die Autorin glaubt, dass die Inzestkinder aus Amstetten mindestens
dieselbe Zeit zur Aufarbeitung brauchen, wie sie im Keller eingesperrt
waren: "Es ist nicht einfach, dieses Verbrechen zu überleben."

Freitag, 6. Februar 2009

Neues Tabakgesetz in Österreich ein Skandal

geschafft Neues Tabakgesetz in Österreich ein Skandal?:
Die wenigsten Wirte und Raucher kümmern sich um die neuen gesetzlichen Vorschriften, die somit nicht geeignet sind, den Schutz der Nichtraucher und der Gesundheit aller Menschen in Österreich zu verbessern.
Die Kleine Zeitung schreibt:
Das neue Tabakgesetz, ursprünglich zum Schutz der Nichtraucher gedacht, ist ein Rohrkrepierer. Ein Gesetz, das derart untauglich und verhöhnend ist, gehört nicht erst nach einem Jahr, sondern schnellstens novelliert und führt 10 Gründe an, warum das Gesetz gescheitert ist.
Nach einer aktuellen Umfrage auf www.geschafft.at wollen 75 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Besucher der website ein totales Rauchverbot in Lokalen!

Freitag, 12. Dezember 2008

Geizhals.at: Online-Preisvergleich boomt im November

ÖWA weist Rekordergebnis von 2,1 Mio. Unique Clients und 63 Mio. Pageimpressions aus

Wien - Ein Rekordergebnis verzeichnet Geizhals.at in der November-ÖWA (Österreichische Webanalyse): Mit 2,1 Mio Unique Clients hat die österreichische Preisvergleichsplattform erstmals die 2 Millionen Usermarke durchbrochen. Auch die Zahl der Pageimpressions liegt mit 63 Mio erstmals über der 60 Mio Marke. Darüber hinaus konnten die Zahlen sowohl gegenüber Oktober 2008 als auch gegenüber November 2007 kräftig gesteigert werden.

So verzeichnete Geizhals.at im November 2007 etwas über 1,7 Mio Unique Clients. Im Oktober 2008 lag die Zahl bei knapp 1,9 Mio. Der November brachte nun den erhofften Anstieg auf über 2 Mio Unique Clients. Ebenso deutlich der Aufwärtstrend bei den Pageimpressions: Dort wurden im vorigen November mit knapp über 50 Mio PI erstmals die 50 Millionen überschritten, an sich schon ein hervorragendes Ergebnis. Dennoch verzeichnet die Plattform auch hier eine Steigerung. Lagen die PI im Oktober 2008 noch bei 54, 5 Mio, so konnte nun mit 63 Mio PI ein nochmaliges kräftiges Plus erzielt werden.

Der positive Trend setzt sich auf Geizhals.at auch im Dezember fort. So rechnet Geizhals-Sprecherin Vera Pesata nach den bisher vorliegenden Besucherzahlen mit einer weiteren Steigerung sowohl bei den Unique Clients als auch bei den Pageimpressions.

Da Spiele mit zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken gehören, hat Geizhals.at sein Angebot in der Kategorie "Games" ausgebaut. So gibt es hier neben zahlreichen PC-Spielen nun einen eigenen Bereich für Gesellschaftsspiele, wo die Nutzer aus verschiedensten Brett- und Kartenspielen wählen können.

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Montag, 17. November 2008

Die Spekulanten zocken weiter

Die Spekulanten sind weiter eifrig am werken. Beste Beispiele sind der
Ölpreis und die Volkswagen-Aktie. VW war
Ende Oktober ein paar Stunden lang der teuerste Konzern der Welt.
Spekulanten hatten sich 13 Prozent aller VW-Aktien "geliehen" und auf
fallende Kurse gewettet. Viel zu spät kamen sie drauf, dass
insgesamt überhaupt nur sechs Prozent der Aktien real verfügbar
waren.
Dann war Feuer am Dach. Die Spekulanten mussten um jeden Preis Aktien
kaufen, um ihre Verpflichtungen erfüllen zu können. Der Kurs
schnellte von rund 210 auf absurde 1005 Euro hoch. Die Spekulanten
verloren hunderte Millionen. Mit der Realwirtschaft hatten diese
Kurssprünge nichts zu tun.
Ähnlich geht es beim Ölpreis zu. Binnen weniger Monate explodierte
der Preis von 60 auf 140 Dollar je Barrel. Dann platzte die Blase,
die Opec kündigte zwei Produktionskürzungen an. Trotzdem kostet ein
Barrel heute keine 60 Dollar mehr.
Wer da noch glaubt, dass die Entwicklung der Realwirtschaft -
Produktions- und Absatzerwartungen bei Autos oder Energie - eine
entscheidende Rolle spielen, ist naiv. Die Spekulation wird weiterhin
als Selbstzweck betrieben, wie man an der Entwicklung des Forint oder
des Franken erkennen kann. Auch andere kleinere Währungen sind
bereits ins Visier der Zocker geraten.
In einer derart irrationalen Finanzwelt kann weiterhin alles
passieren. Vor allem sind die Auswirkungen auf die Realwirtschaft
immer noch nicht im entferntesten abschätzbar. Unter anderem haben
die arabischen Ölstaaten in den Budgets für die nächsten Jahre mit
Ölpreisen von 120 Dollar aufwärts kalkuliert; jetzt scheinen auf
einmal auch 20 bis 40 Dollar denkbar. Da wird Sparen angesagt sein.
Der Gürtel wird aber auch in den Industriestaaten enger geschnallt:
Die US-Konsumenten haben wegen des Zusammenbruchs der
Immobilienmärkte ohnehin kein Geld; in Europa werden weniger Autos
gekauft, bei Weihnachtsgeschenken und Lokalbesuchen wird gespart.
Arbeitsplätze sind in Gefahr, die Steuereinnahmen sinken, und wann
dieser Teufelskreis ein Ende findet, weiß niemand. Erschwerend kommt
hinzu, dass immer noch unklar ist, wie viel uneinbringliche Kredite
und wertlose Papiere immer noch weltweit in den Kellern der Banken
und Finanzinstitute liegen.
Diese Unsicherheit macht nicht nur Prognosen schwierig, sondern auch
den Kampf gegen die Krise. Vorrangig wäre jedenfalls, der Zockerei
ein Ende zu machen.
Das wird nicht einfach sein: Noch so strenge und genaue Regeln haben
Spekulanten noch nie daran gehindert, neue Wege zu suchen, um mehr
oder minder legal weiterzocken zu können. Es gibt immer noch mehr
Kapital als gleichermaßen attraktive wie sichere Möglichkeiten der
Geldanlage.
Die Probleme, die zur Weltfinanzkrise geführt haben, sind nach wie vor da.